Camperreise ALASKA - YUKON - KLONDIKE
19. August - 12. September 2008

10.Tag - Donnerstag, den 28.08.2008

Schiffsreise im Prince-William-Sound
zum Columbia- und zum Meares-Gletscher

Heute machen wir eine Schiffsreise mit Stan Stephens "Valdez-Spirit" in den wunderschönen „Prince William Sound" und sehen die riesigen Eismassen des Columbia- (im Zentrum des Satellitenbildes) und des Meares-Gletschers (links im Satellitenbild).

Es ist durchaus möglich, das Kalben des Gletschers mitzuerleben. Uns war es leider nicht vergönnt. Aber allein mitzuerleben, welche Kräfte in der direkt vor einem aufragenden Eiswand am Werke sind, ist beeindruckend. Es knackt und knarrt, dann knallt es laut - aber es kalbte nicht.

Besonders spannend war das Auftauchen der Delfine, die direkt vor und neben dem Schiff dahinschossen. Und dann tauchte noch ein Wal auf! Beeindruckend waren auch die Seeotter, die in größeren Pulks, auf dem Rücken liegend, sich von der Dünung wiegen ließen. Und tatsächlich haben wir dann an Land noch Bergziegen sowie einen Grizzly und einen Schwarzbären entdeckt. Um die Uferfelsen kurvten Papageientaucher - trotz ihrer scheinbar plumpen Erscheinung, ganz ausgezeichnete Flieger.

Am 24. März 1989 befand sich das Schiff Exxon Valdez auf dem Weg von der Öl-Verladestation der Trans-Alaska-Pipeline in der Hafenstadt Valdez Richtung Süden, als es kurz nach Mitternacht auf das Bligh-Riff im Prince William Sound vor Süd-Alaska auflief.

Der alkoholkranke Kapitän, Joseph Hazelwood, lag zu diesem Zeitpunkt betrunken in seiner Koje. Gesteuert wurde der Tanker vom Dritten Offizier Gregory Cousins, dem die Ausbildung fehlte, durch Meerengen zu navigieren. Durch einen Manövrierfehler von Cousins kam es zu der Berührung mit dem Riff, die das Unglück auslöste.

Hätte das Schiff eine doppelte Außenwand gehabt, wäre die Katastrophe vermutlich zu vermeiden gewesen bzw. hätte nicht in dem Umfang stattgefunden. Als Folge des Unglücks erließen die USA 1989 eine Richtlinie, nach der alle Tankerneubauten über eine Doppelhülle verfügen müssen, um US-amerikanische Häfen anlaufen zu dürfen.

Der für diesen Küstenabschnitt verantwortlichen Küstenwache wurden Versäumnisse vorgeworfen. Bei einer Radar-Überwachung des Tankers hätte man das Schiff rechtzeitig vor der Nähe des Riffs warnen können. Die Küstenwache wehrte diese Anschuldigung jedoch damit ab, dass die Radar-Geräte zu dem Zeitpunkt nicht funktionierten und dass auf dem Stützpunkt kurz zuvor ein Schichtwechsel stattfand.

Bei dem Unfall liefen 40.000 Tonnen Rohöl aus und verpesteten das empfindliche Ökosystem. Über 2000 km Küste wurden verseucht. Hunderttausende Fische, Seevögel und andere Tiere starben als direkte Folge des Unglücks. Langfristig vergiften sich die dort lebenden Tiere schleichend über die Nahrungsaufnahme, da die Ölreste immer noch nicht abgebaut sind.

http://de.wikipedia.org/wiki/Exxon_Valdez

Beobachtete Tiere

 

Grauwal

 

Delfin - Dall's-Porpoise

 
 

Seelöwen

 

 

 

 

 

Seeotter

 
 

Grizzly

 

Schwarzbär

 
 

Bergziege

 

Papageientaucher

 

Columbia Gletscher

Der Meares Gletscher - Kalbt er - oder kalbt er nicht?

Seelöwen auf dem Treibeis

Exxon Valdez 1989 -
drei Tage nachdem sie auf das Bligh- Riff aufgelaufen war

Hier lief der Tanker Esso-Valdez auf. Die Folgen der Verschmutzung sind heute noch nicht alle beseitigt.